Ursprüngliches Heizungskonzept

Als ich mit der Planung meines neugebauten Eigenheims begann, vertraute ich zunächst auf ein Komplettset mit diesem wunderbaren Kachelofen als Herzstück, das 2006 auch so in Betrieb ging.

Das Konzept ist an sich genial und stammt von der Fa. Hafnertec aus Österreich.

http://www.hafnertec.com    siehe unter Produkte, Kachelofen, Warmluftofen.

Dabei können entweder Pellets automatisch per Zeitschaltuhr und Thermostat zugeführt und selbständig angeheizt werden oder man führt manuell Scheitholz ein. Die Pellets habe ich in einem Bunker im Dachboden untergebracht.

Somit steht die Zentralheizung im Wohnzimmer und nicht wie sonst üblich im Keller. Die Wärme wird dann von einem Lüfter durch einen Luft/Wasserwärmetauscher in den Speicher transportiert für die Warmwasserbereitung. Während der Sommermonate sorgen Sonnenkollektoren für warmes Wasser.

Ein besonderes Plus dieses Systems ist der geringere technische Aufwand, der nötig ist, um Pellets in den Ofenraum zu bringen und anzuzünden. Dadurch verringert sich die Störungsempfindlichkeit. Ausserdem kann der Lüfter bereits sehr früh beim Anheizen, also bei noch niedrigen Temperaturen im Ofenraum starten und Wärme zum Tauscher transportieren ohne Versottung befürchten zu müssen. Andererseits ist dieser Punkt auch ein Nachteil, da der Lüfter immer laufen muss und somit relativ viel Strom verbraucht, der Wirkungsgrad niedriger ist und es Lärmentwicklung gibt.

Der größte Nachteil ist allerdings:
Sofern man den Kachelofen in Betrieb hat funktioniert dieses System auch zufriedenstellend, aber während der Übergangszeit im Herbst und Frühjahr kann es im Wohnzimmer schnell mal zu heiß werden, während für die Temperierung des Rest des Hauses mit Fussboden- und Wandheizungen eigentlich nicht genug Energie vorhanden ist. Zudem dient der Speicher zugleich als Vorratsspeicher für die Gebäudeheizung als auch im oberen Drittel mit einem Wärmetauscher für die Brauchwassererwärmung. Hier kam es immer wieder vor, dass kein warmes Wasser zur Verfügung stand wenn es gebraucht wurde.

Da dann noch einige technische Probleme (Defekt des Türkontaktes und Heizelement) dazukamen, begann ich damit, das Konzept zu überarbeiten und die Steuerung dafür selbst zu entwickeln und umzusetzen.

Umplanung der Heizung nach selbstentwickeltem Konzept

2010 begann ich zunächst damit, die verschiedenen Heizkonzepte zu evaluieren.

Luft/Wärmepumpe Anschaffung sehr teuer
Wirkungsgrad in der Übergangszeit
noch vertretbar gut
Wasser/WärmepumpeAnschaffung sehr teuer, da bei uns
sehr tief gebohrt werden muss
zusätzliche SonnenkollektorenAnschaffung sehr teuer
in der Übergangszeit zu wenig Wärme
in den Sommermonaten Überschuss
GasheizungAnschaffung am günstigsten
Gasanschluss bereits in der Nähe

Die Wahl fiel somit auf die Gasheizung als Zusatzheizung.

2010 plante ich also dann, wie das neue Konzept aussehen sollte und bestellte den Gasanschluß und eine Gastherme beim Installateur. Für den Gasanschluß hat sich ausgezahlt, dass ich bereits beim Neubau sicherheitshalber ein großes Leerrohr von der Straße in den Kellerraum eingeführt hatte, somit musste nicht mehr groß aufgegraben werden. Den nötigen Kamin konnte ich nach Rücksprache mit dem Kaminkehrer ohne allzu großen Aufwand an der Aussenwand nach einer Kernbohrung installieren.

Im Frühjahr 2011 ging dann schließlich die Gastherme in Betrieb, zusammen mit einem neuen 300l Brauchwasserspeicher und Umbau an der Verrohrung. Gesteuert wird seitdem die Wasserbereitung von einer S7-1200. Die Ofensteuerung (Pellet,Lüfter,...) obliegt nach wie vor der Originalsteuerung von Hafnertec.

Heizungskonzept im Detail